
Wenn zwei unterschiedliche Metalle in Gegenwart von Feuchtigkeit oder Wasser miteinander in Kontakt kommen, kann ein häufig unterschätztes Phänomen auftreten: die galvanische Korrosion. Das Prinzip ähnelt der Funktionsweise einer Batterie, nur dass es hier innerhalb einer Metallverbindung auftritt: Eines der beiden Metalle wird zur Anode und korrodiert schneller, während das edlere Metall geschützt wird.
Dieser Effekt ist besonders kritisch in aggressiven Umgebungen, beispielsweise in Küstenregionen, salzhaltiger Atmosphäre oder bei Außenanwendungen. Liegen der Werkstoff der Verbindung und der Werkstoff der Niete bzw. Gewindeeinsätze in der galvanischen Reihe weit auseinander, steigt das Risiko einer beschleunigten Korrosion deutlich an.
Um dieses Risiko zu reduzieren, haben sich folgende Maßnahmen bewährt:
• Möglichst ähnliche Metalle oder Werkstoffe mit einem geringen Unterschied im elektrochemischen Potenzial miteinander kombinieren.
• Beschichtungen oder isolierende Zwischenschichten vorsehen, um den direkten elektrischen Kontakt zwischen den Metalloberflächen zu unterbrechen.
• Konstruktionen vermeiden, die Wasseransammlungen oder Feuchtigkeitsstau im Bereich der Verbindungselemente begünstigen.
Eine sorgfältige Auswahl der Werkstoffkombination bereits in der Konstruktionsphase ist wirksamer als jede nachträgliche Korrekturmaßnahme.