Warum Gewindeeinsätze beschädigt werden – und wie Sie dies vermeiden können.

Gewindeeinsätze sind eine wertvolle Lösung, wenn ein belastbares Gewinde in dünnen Blechen oder Hohlprofilen benötigt wird. Häufig werden sie jedoch für Probleme verantwortlich gemacht, deren eigentliche Ursache in einer fehlerhaften Montage liegt. Beschädigte Gewinde, sich im Bohrloch mitdrehende oder schief gesetzte Gewindeeinsätze sind typische Anzeichen für einen nicht korrekt ausgeführten Setzvorgang und nicht zwangsläufig für ein mangelhaftes Bauteil.

Die häufigsten Probleme haben konkrete Ursachen:

•               C Falsch eingestellter Setzhub: Der Körper des Gewindeeinsatzes wird zu stark oder zu wenig verformt.

•               Verschlissener Gewindedorn: Der Einsatz wird nicht korrekt gesetzt und das Innengewinde kann dabei beschädigt werden.

•               Bohrung mit Graten oder falschem Durchmesser: Der Einsatz liegt nicht gleichmäßig an und kann sich in der Bohrung bewegen oder mitdrehen.

•               Abweichende Materialstärke: Die tatsächliche Blechdicke entspricht nicht dem im Katalog vorgesehenen Klemmbereich.

Um Fehler auf ein Minimum zu reduzieren, empfiehlt sich eine einfache Routine: den Verschleiß des Gewindedorns regelmäßig kontrollieren, Bohrungen mit geeigneten Werkzeugen herstellen und sorgfältig entgraten, die tatsächliche Materialstärke überprüfen und vor Beginn der Serienproduktion immer einen Setzversuch an einem Muster durchführen. Ein paar zusätzliche Minuten für die richtige Einstellung und Kontrolle können stundenlange Nacharbeiten am Ende der Produktionslinie vermeiden.