
Bei Verbindungselementen aus Edelstahl begegnet man überall den Bezeichnungen A2 und A4. Für Anwender, die täglich damit arbeiten, ist der Unterschied jedoch nicht immer eindeutig. Beide Bezeichnungen stehen für austenitische Edelstähle, unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich ihrer Korrosionsbeständigkeit. A2 bietet eine gute Korrosionsbeständigkeit in mäßig korrosiven Umgebungen und ist häufig die Standardwahl für allgemeine Anwendungen. A4 enthält zusätzlich Molybdän, wodurch die Korrosionsbeständigkeit in aggressiveren Umgebungen erhöht wird, beispielsweise im maritimen Bereich oder bei Kontakt mit bestimmten chemischen Substanzen. Für Konstrukteure und Anwender von Verbindungselementen gilt als praktische Faustregel: A2 für „normale“ Umgebungsbedingungen, A4 bei erhöhtem Korrosionsrisiko oder wenn Wartungsarbeiten nur schwer durchzuführen sind. Eine sorgfältige Bewertung der tatsächlichen Einsatzbedingungen hilft, vorzeitigen Austausch und unerwartete Kosten zu vermeiden.